Bevor ich irgendetwas verändern will, darf ich erst einmal ankommen. Bei mir, in diesem Moment, so wie er gerade ist.
Ich bin gut zu mir
Ich entscheide mich, gut zu mir zu sein. Ich erinnere mich daran, dass ich wertvoll bin, egal wie schwierig die Situation gerade ist. Meine Gefühle sind keine Feinde. Sie sind eher wie Gäste, die mir etwas über meine Bedürfnisse erzählen wollen.
Auch meine Konflikte sind kein Fehler. Sie sind Wegweiser zu mir selbst. Und wenn ich Angst vor einer Klärung habe, dann ist auch diese Angst in Ordnung.
Ich schaffe mir einen inneren Raum,
in dem ich sicher bin.
Und vor allem bin ich gut zu mir.Ich tue, was ich kann – wann ich es kann,
und wie es mir möglich ist von ganzem Herzen.Und wenn das gerade nicht geht,
dann geht es eben nicht.Ich gebe mir Zeit.
Ich ruhe mich aus.
Und bin vor allem ganz lieb zu mir selbst – bis meine Seele wieder Kraft getankt hat.
Den Moment annehmen
Erst wenn ich den Moment anerkenne, so wie er jetzt ist, ohne etwas erklären oder lösen zu müssen, kann ich schauen, was gerade in mir los ist.
Dafür braucht es zuerst Mut und die Bereitschaft hinzuschauen. Dann folgt das liebevolle Annehmen dessen, was da ist. Und manchmal merke ich dabei, dass ich gar nicht genau weiß, was gerade in mir los ist. Auch das ist ein guter Anfang.
Confusion is that wonderful state of mind right before clarity.
Mandy Evans
Willkommen heißen, was ist
Den Moment anzunehmen heißt, willkommen zu heißen, was gesehen werden will: Freude, Unruhe, Zweifel, Traurigkeit, Verzweiflung. Auch die Gefühle, die ich sonst lieber vermeide. So gut es mir möglich ist, lasse ich alles ungefiltert da sein.
Je ehrlicher ich mir selbst begegne, auch mit den unbequemen Seiten meines Lebens, desto hilfreicher wird dieser Blick nach innen.
Meine Atempause
Ich atme ein und spüre meine Wahrheit. Ich atme aus und erlaube mir, ehrlich mit mir zu sein.
Ein, zwei Atemzüge genügen oft schon. Sie schaffen den kleinen Abstand zwischen dem, was passiert, und dem, was ich daraus mache.
Vom Opfer zum Gestalter
Wenn ich belastende Gefühle einfach nur auslebe, verstärke ich oft die alten Bahnen, auf denen sie laufen. Wut, die ich einfach rauslasse, wird dadurch eher größer als kleiner.
Wenn ich dagegen frage, welches Bedürfnis gerade nach Erfüllung sucht, gewinne ich meine Handlungsfähigkeit zurück. So werde ich vom Opfer alter Muster zum Gestalter meiner eigenen Selbstfürsorge.
Genau darum geht es in den nächsten Kapiteln.