Wie es weitergehen kann

Ich bin gut zu mir.
Ich tue, was ich kann –
wann ich es kann,
und wie es mir möglich ist
von ganzem Herzen.
Und wenn das gerade nicht geht,
dann geht es eben nicht.
Ich gebe mir Zeit.
Ich ruhe mich aus.
Und bin vor allem ganz lieb zu mir selbst –
bis meine Seele wieder Kraft getankt hat.

Bewusst leben, handeln und wachsen

Grundlage meines selbstbestimmten Lebens

Eine zentrale Voraussetzung für ein bewusstes und erfülltes Leben sehe ich in der Erfüllung unserer Kohärenzgefühle – jener inneren Haltung, die Aaron Antonovsky als Grundlage der Salutogenese beschreibt:

  • Verstehbarkeit: die Fähigkeit, Zusammenhänge des Lebens zu erkennen und einzuordnen.
  • Handhabbarkeit: die Überzeugung, mein Leben aktiv gestalten zu können.
  • Sinnhaftigkeit: der tiefe Glaube, dass das Leben sinnvoll und lebenswert ist.

Diese drei Aspekte bilden den fruchtbaren Boden, auf dem Vertrauen, Resilienz und echte Lebensfreude gedeihen können.

Großzügigkeit und Bedürftigkeit

Ich bin davon überzeugt, dass wir Menschen von Natur aus großzügige Wesen sind und es kaum etwas gibt, das uns tiefer erfüllt, als anderen eine Freude zu bereiten. Wer diese Wahrheit erkennt, kann sein Leben bereichern, indem er sich glücklich macht, indem er andere glücklich macht.

Doch das gelingt nur aus der eigenen inneren Fülle – dem Reichtum, den wir uns selbst erlauben.

Zugleich sind wir auch alle bedürftige Wesen. Dieses Eingeständnis macht uns nicht schwach, sondern menschlich. Wir dürfen aktiv für unsere eigene Erfüllung sorgen, indem wir andere bewusst und ehrlich bitten, uns etwas zu geben, wenn wir es uns gerade nicht selbst geben können.

Dabei geht es um ein ausgewogenes, achtsames und respektvolles Geben und Nehmen – ein Leben, getragen von Verbundenheit und gegenseitiger Wertschätzung.

So entsteht ein Leben, das sowohl selbstbestimmt als auch verbunden ist – getragen von Sinn, Gestaltbarkeit und der Freude am Miteinander.

Wahrheit

Ein ganz zentrales Thema ist die Wahrheit.

Wir Menschen lügen immer wieder mal gegenüber anderen Menschen, aber noch viel mehr uns selbst gegenüber!

Hier ein humorvolles Video, das die Konsequenzen unserer kleinen Alltagslügen zeigt: kleine Lügen

Tun und Nichttun

Mein Sein besteht aus meinem Tun und meinem Nichttun – beides gemeinsam gestaltet mein Leben und meine Zukunft. Jeder Schritt, ob aktiv oder zurückhaltend, hat seinen Ursprung in meinen bewussten oder unbewussten Entscheidungen.

Mein Tun prägt offensichtlich mein Leben, doch mein Nichttun hat ebenso große Bedeutung. Nichttun kann wohltuender Müßiggang sein, eine gelungene Abgrenzung gegenüber Dingen, die mir nicht guttun, oder ein Ausbleiben von notwendigem Einschreiten.

Das Böse braucht das Schweigen der Masse.
Kofi Anan

Dort, wo mein Handeln gebraucht wird, ist es entscheidend zu erkennen, wie ich meine Fähigkeiten und Neigungen mit größter Leichtigkeit und Freude einsetzen kann. Mein Engagement zur „Rettung der Welt“ darf nicht dazu führen, dass ich mich selbst verliere und mein Leben nicht mehr genießen kann.

Viel authentischer und wirkungsvoller ist es, ein glückliches Leben vorzuleben und dort aktiv zu werden, wo sich mein Herz öffnet und meine Seele leicht und frei fühlt.

Ich darf glücklich sein –
und zugleich etwas bewirken.

Bewertungen

Bewertungen sind Ausdruck meines Menschseins. Ich bewerte ständig – bewusst oder unbewusst – alles, was ich erlebe, sehe oder fühle. Bewertungen helfen mir, im Einklang mit meinen eigenen Werten und Bedürfnissen Entscheidungen zu treffen und authentisch zu leben. Entscheidend ist jedoch nicht, ob ich bewerte, sondern wie ich bewerte:

  • Tue ich dies achtsam und bewusst, oder automatisch und unreflektiert?
  • Sind meine Bewertungen hilfreich oder belastend für mich und andere?
  • Kann ich meine Bewertungen überprüfen, verändern und damit freier werden?

Je bewusster ich mit meinen Bewertungen umgehe, desto leichter wird mein Leben – innerlich wie äußerlich.

Werte

Jeder Mensch trägt Werte in sich, nach denen er sein Leben gestaltet. Sich seiner eigenen Werte bewusst zu sein, hilft enorm, klare und kraftvolle Entscheidungen zu treffen und authentisch zu leben.

Hier gibt es Werte zur Inspiration: humanity-united

Warum fällt es oft so schwer, unsere Werte wirklich zu leben?

Warum ziehen wir diesen belastenden inneren Widerspruch so häufig einer einfachen Verhaltensänderung vor? Es lohnt sich, ehrlich hinzuschauen, warum wir gegen unsere Werte handeln – um genau dort heilsame Veränderungen möglich zu machen.

Scheitern

Scheitern ist eine Einladung zu Wachstum und Neubeginn.

Ich denke, dass das Scheitern stark unterschätzt wird. Scheitern und Leiden öffnen uns die Augen und lassen uns Dinge anders angehen. Radfahren pumpt das Blut durch die Adern, regt dein Hirn an, eröffnet dir neue Perspektiven. Das hilft mir schon mein ganzes Leben lang. Ich mache einen Fehler, steige aufs Rad und gehe die Sache frisch an. Dafür ist das Fahrrad perfekt! Je mehr Menschen Rad fahren, desto besser werden die Produkte.
Tom Richey