Minimalism’s meint sich auf das zu konzentrieren was man tatsächlich benötig und/oder einen glücklich macht. Gleichzeitig bedeutet dies eine Maximierung der freien Zeit.
Ich wünsche dir Zeit
Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.
Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.
Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.
Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, dass heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.
Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!
Elli Michler
Überdruss am Überfluss – reduce to the max
Minimalismus „ENT-leins“
- Ent-rümpeln
- Ent-schleunigen
- Ent-spannen
Lebenszeitfrage unseres Konsumverhalten
- Wenn ich etwas konsumieren möchte, brauche ich in unserem kapitalistischem Umfeld zumeist Geld um es kaufen zu können.
- Damit ich Geld für meinen Konsum habe, muss ich mir Geld verdienen = kostbare Lebenszeit.
- Wenn ich das Geld verdient habe um konsumieren zu können, brauche ich Zeit für die Auswahl und Beschaffung des Konsumgutes und den Konsums an sich = kostbare Lebenszeit.
- Damit ich Platz für Neues habe, muss ich mich zumeist vorher von Altem trennen, oder Raum für das Neue schaffen = kostbare Lebenszeit.
- Um zu entscheiden, was bleiben soll und was gehen soll brauche ich Zeit = kostbare Lebenszeit.
- Um die Dinge die gehen sollen auszusortieren brauche ich Zeit = kostbare Lebenszeit.
- Falls ich die Dinge die gehen sollen nicht einfach als Müll schmeißen will, muss ich jemanden finden, der das was ich nicht mehr haben will gebrauchen kann, und oder ihn glücklich macht = kostbare Lebenszeit.
- Falls ich es geschafft habe, jemanden zu finden der meine Dinge gebrauchen kann und/oder ihn glücklich machen, brauche ich Zeit um diese Dinge zu übergeben = kostbare Lebenszeit!
- Falls ich niemanden finde der meine Dinge haben möchte, muss ich meine Dinge wegschmeißen und das obwohl sie noch gut nutzbar sind = kostbare Lebenszeit!
Meine Zeit geht dahin,
und für kein Geld der Welt
kann ich sie aufhalten.
Wohl aber weise nutzen.
Jedes Ding, welches ich für meinen Konsum kaufe, bedeutet
- die Nutzung (Verschwendung) unserer Ressourcen – die zum Teil auch aus Raubbau stammen
- die Nutzung (Verschwendung) von Energie
- sofern nicht sicher fair produziert die Finanzierung ausbeuterischer menschliche Arbeit
- im Fall von tierischen Produkten in den allermeisten Fällen die Finanzierung von mehr oder weniger Tierleid
- sofern nicht kompostierbar oder es tatsächlich recycliert wird die Produktion von Müll